Wassersparen leicht gemacht!

HintergrunD

Tipps zum Energie sparen gibt es ja derzeit zu Hauf. Eine weitere Ressource, deren Verbrauch jeder mit einfachen Mitteln reduzieren kann ist das Trinkwasser.

 

Durch den Bau des Teslawerks in Grünheide wird zum Beispiel die Absenkung des Grundwasserspiegels befürchtet und auch sonst hatten wir (hier in Hamburg) nach dem regenreichen Februar 2022 in den Monaten März bis Mitte Mai erstaunlich geringe Niederschläge. Die Ressource Wasser wird also je nach Region spürbar knapper und teilweise wird bereits jetzt in Deutschland die Rationierung von Grundwasser diskutiert (siehe ➜ https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/politik/2022/03/brandenburg-grundwasser-rationierung-landesregierung.html)

Was kann man tun? ➜ Wassersparaufsätze

Neben dem sprichwörtlich tropfenden Wasserhahn, dem man durch eine Reparatur Abhilfe verschaffen sollte, gibt es aber auch weitere einfache Mittel, welche mit wenig finanziellem Einsatz eine erstaunliche Einsparung von Trinkwasser ermöglichen.
Beim Stöbern durch die Nachhaltigkeitsseiten im Internet bin ich auf diese Seite gestoßen:

 

➜ https://www.energiesparen-im-haushalt.de/energie/tipps-zum-energiesparen/hoher-wasserverbrauch/wasser-sparen-tipps/wassersparen/wasserhahnaufsatz.html


Demnach kann man durch den Austausch des Wasserhahnaufsatzes den Durchfluss je nach gewähltem Produkt um 30-60% reduzieren, ohne dass man z.B. beim Händewaschen das Gefühl hat, dass der Wasserstrahl zu lasch sei.

Eigene Erfahrungen bei der Umsetzung

Man sollte sich natürlich überlegen, wo der Einbau Sinn macht. Sicherlich nicht bei der Badewanne oder sonstigen Wasserhähnen, wo man gerne mal schnell viel Wasser fließen lassen möchte. Für mich waren es die beiden Wasserhähne im Gäste-WC und im Waschbecken des Badezimmers, für die ich einen solchen Aufsatz gekauft habe.


Daraufhin habe ich mir in unserem Haus (Baujahr 2008) die Wasserhähne angeschaut und versucht herauszufinden, ob ggf. bereits Wassersparaufsätze verbaut worden sind. Das ließ sich nicht ohne weiteres feststellen. Daher habe ich mir im Baumarkt so einen Aufsatz gekauft. Diesem kleinen Aufsatz lag auch ein Montageschlüssel bei, sodass die Demontage des alten und die Montage des neuen Aufsatzes problemlos geklappt hat. Vermutlich geht es aber auch mit einer Rohrzange und einem Tuch, das man zwischen Zange und Aufsatz legt, um mögliche Kratzer zu vermeiden.


Die 60% Wasserreduzierung habe ich auch gleich feststellen können, indem ich die Zeit vorher und nachher verglich, bei der bei voll aufgedrehtem Wasserhahn dasselbe Gefäß gefüllt wurde. Seitdem ist der geringere Durchfluss nicht negativ aufgefallen!


Die ~7 € pro Wasserhahn sind vermutlich schnell durch den geringeren Wasserverbrauch wieder reingeholt! Und wenn bereits solche Aufsätze im Einsatz sein sollten, kann man sie ja problemlos beim Baumarkt wieder zurücktauschen.

Welche Möglichkeiten gibt es noch?

Neben diesen Wassersparaufsätzen gibt es noch weitere kleine Bauteile wie zum Beispiel einen Durchflussbegrenzer, dem man vor dem Schlauch der Duschbrause montieren kann, um dauerhaft für einen geringeren Wasserverbrauch beim Duschen zu sorgen. Eine weitere Alternative sind hier Duschsparköpfe, die ebenfalls den Durchfluss bei vergleichbarem Wasserstrahl reduzieren.


Schließlich kann man auch außerhalb des eigenen Haushalts auf diese Möglichkeiten hinweisen, z.B. wenn in der Kita die Kinder beim Händewaschen gerne das Wasser laufen lassen und mal vergessen zuzudrehen oder auch in den WC-Bereichen der eigenen Büroräume … fragt doch mal bei euren Standort-Verantwortlichen nach! Vielleicht fällt so ein Kommentar ja auf offene Ohren und man spart Wasser und der reduzierte Wasserverbrauch sorgt nebenbei noch für geringere Kosten.

-- Verfasst von Olaf im Mai 2022